VIRTUELLE TOUR DURCH KAP HOORN - FEUERLAND (TIERRA
DEL FUEGO)Kap Hoorn
Karten von Patagonien
Fotos von Puerto Williams, Chile
Die Yagan Kanu Indianer von Feuerland (Tierra Del
Fuego)
Fotos von den Feuerland Gletschern und vom Beagle
Kanal
Törnbeschreibun
Darwin´s Kommentare
Fotos von Seerobben, Guanacos and Königs Krabben
Fotos von patagonischen Birkenwäldern und
vom Wind gezeichneten Bäuumen
Einige Auszüge aus dem Buch Darwins: Reise
mit der Beagle
Antarktis
Kayaks
Darwin's Reise Kapite l 0
Feuerland (Tierra Del Fuego)
ANTARKTIS - "Santa Maria Australis "
Sie
können größere Fotos

Beispiele der Yagan Kultur:





eine Antarktis expedition
- "Uttermost Part of The Earth", Indians of Tierra Del Fuego by E. Lucas Bridges, Dover Publications Inc., 1988, ISBN 0-486-25751-7
- Lonely Planet. Chile and Easter Island. Lonely Planet Publications, Oakland, California, 1993.
- Lonely Planet. Trekking in the Patagonian Andes. Lonely Planet Publications, Oakland, California, 1992.
- Melfi, Domingo. El Hombre y La Soledad en las Tierras Magallanicas. Ediciones Ateneas, Santiago, Chile, 1940.
- Coloane, Francisco. Cape Horn and Other Stories From the End of The World. Latin American Literary Review Press, Pittsburgh, Pennsylvania, 1991.
- Turistel. Guia Turistica Sur. Turismo y Comunicaciones, Santiago, Chile, 1996
- Marks, Richard Lee. Three Men of The Beagle. Alfred A. Knopf Inc. Publ. N Y, NY, 1991.
- Hough, Richard. The Blind Horn's Hate, Magellan, Drake and Other Adventures in the Uttermost South. W.W. Norton & Company Inc. New York, NY, 1971.
- Moorehead, Alan. Darwin and the Beagle. Penguin Books, New York, NY, 1969.
- Allen, Leslie. "Tierra del Fuego." In Secret Corners of the World. National Geographic Society, 1982.
- Bourne, Joel. The Big Empty. In "Escape" . March 1996, pp.56-63.
- Reisenberg, Felix. Cape Horn: the story of the Cape Horn region... Ox Bow Press, 1994.
- Thompson, Kieth , Stewart. HMS BEAGLE, The story of Darwin's Ship. W.W. Norton & Co., NY, NY 199
ANTARKTIS - KAP HOORN
SOUTH GEORGIA - FALKLANDS - CHILENISCHE KANÄLE
mit der "Santa Maria Australis "
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DER SÜDEN UM KAP HOORN FRÜHER UNERREICHBAR - HEUTE ERLEBBAR !
Logbuch vom 20.02.: "Bettina, stelle Dir vor, während der Rückfahrt von der Gamma Insel hat uns auf 30 Metern Entfernung ein Minkwal umkreist!" Jochen und Sabine kommen gerade von ihrem ersten antarktischen Schlauchbootausflug zurück. Tausende von Pinguinpaaren mit ihren Jungen schnattern um die Wette. Die tiefstehende Sonne überflutet die skurrile Eis-und Seenlandschaft mit einem feuerfarbenen Schleier. Die Außentemperatur beträgt 2 Grad C. Windstille, Ruhe, Einsamkeit. Wir liegen in einer kleinen Bucht am Rande der "Paradise-Bay", 1000 Kilometer von der südlichsten menschlichen Besiedelung der Welt entfernt, umgeben von einer unendlichen Gletscher- und Eisberglandschaft.
Auf einer 16 Meter Segelyacht erkunden wir zusammen mit unseren Chartergästen die Wunder der Natur auf Feuerland und in der Antarktis. In einem 2 Wochen Törn erobern wir Kap Hoorn, wagen wir uns an die Gletscher der Darwin-Kordillere heran und leben mit der Natur des patagonischen Südens mit Wildnis, Bibern, Wasserfällen, Guanacos, Gletschern, Kormoranen, Seehunden .....
Dem Bann der Antarktis setzen wir uns 3 bis 4 Wochen lang aus. Nachdem wir in einem 4-tägigen Segelerlebnis die Drake-Passage überwinden, weiden wir uns ca. 3 Wochen lang an dem eisigen Kunstwerk des Südpolkontinentes. Seehunde treiben auf Eisschollen vorbei, Kormorane picken neugierig an unseren Schlauchbooten. Wale, Pinguine, Albatrosse, Seerobben ...
Ähnliche Expeditionen bieten wir für die noch extremeren Gebiete Falklands und South Georgia an.
Neben der reinen Urlauberidee sollen die Törns in diesen einsamen und unzugänglichen Gebieten jedoch auch anderen Zwecken zur Verfügung gestellt werden: Wissenschaftliche Institute oder Universitäten, Fernseh- oder Werbeteams, Ornithologen und sonstige Gruppierungen können individuell abgestimmte Törns vereinbaren.
Wir bieten: das Boot, Fachkenntnis, Erfahrung, Lebenslust, Begeisterung. Von unseren Mitreisenden erwarten wir: Einsatzbereitschaft, Respekt vor der Natur, Enthusiasmus, Mitarbeit und Mitplanung. Denn: Wir wollen gemeinsam diesen extremen Teil der Erde kennen und verstehen lernen.
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IST ES VERANTWORTBAR, IN DIE ANTARKTIS ZU SEGELN ?
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Die Antarktis ist der einzige vom Menschen noch weitgehend unberührte Kontinent der Erde. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen und der jahrhundertelangen Isolation ist das natürliche Gleichgewicht von Fauna und Flora labil. Jegliche menschliche Aktivität ist daher kritisch zu betrachten. Zur Beschützung der Antarktis wurde 1991 von nahezu allen Nationen ein Vertrag ratifiziert, in dem der Eingriff vom Menschen in diese labile Welt begrenzt wird. Mit Hilfe von internationalen Absprachen wurden 100 Gebiete zu Schutzregionen erklärt (SPA, SPS, SSSI), um deren historischen, wissenschaftlichen oder biologischen Werte zu schützen. Hierdurch ist den Besuchern bekannt, welche Verhaltensnormen für welche Gebiete gelten, so daß ein negativer Einfluß ausgeschlossen werden kann.
"Pinguin colony not disturbed"
by Kerry S. Smith, Washington D.C.:
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"Auf der amerikanischen Palmer-Station, Anvers Insel, wurde im vergangenen Sommer ein Experiment durchgeführt, um den Einfluß von Touristen auf Pinguin-Kolonien zu untersuchen. Hierzu wurde eine Versuchskolonie in zwei Teile unterteilt. Nur auf einer Hälfte der Kolonie wurden Touristen zugelassen. Am Ende der Saison konnte deutlich festgestellt werden, daß der Teil der Kolonie, der von Touristen 'heimgesucht' worden war, auf Menschen noch unbeteiligter reagierte als die übrige Hälfte. Sonstige unterschiedliche Verhaltensnormen wurden nicht registriert."
Auch aufgrund von anderweitigen wissen-schaftlichen Erkenntnissen sowie Gesprächen mit Stationsmitarbeitern sind wir zu dem Schluß gekommen, daß die hier vorgestellte Art von Tourismus keine Schäden an Natur und Tierwelt hinterläßt. Segeln ist geräuschlos und hinterläßt keine Spuren. Unser Motto wird lauten: "Alles, was Du mit hinein trägst, nimmst Du auch wieder mit hinaus. Und: behandele die Tiere mit Respekt und dem nötigen Abstand." Außerdem können wir während der Rückfahrten zum südamerikanischen Kontinent Müll (z.B. Altöl) der verlassenen Stationen mit zurücknehmen und somit sogar einen kleinen Beitrag zur Säuberung der Antarktis liefern.
Die seit dem 14.1.98 gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung des Umweltbundesamtes liegt bei diesem Schiff vor.
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SIND WIR DIE ERSTEN ?
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Nein, natürlich nicht, denn solch risikobereite Abenteurer sind wir nun auch wieder nicht.
Wie die in den letzten Jahren steigenden Touristikzahlen mit Ziel Antarktis zeigen besteht ein reges Interesse an diesem isolierten Stück Naturwunder. Dies liegt auch daran, daß dieser Kontinent heutzutage einfacher zu erreichen ist als noch vor einigen Jahren. So will es vielleicht darüber hinaus der Zufall, daß Dank des Auseinanderfallens des Ostblockes einige "Forschungsschiffe" plötzlich ohne Aufträge waren und nun für den Tourismus eingesetzt werden.
Feuerland fasziniert bereits seit etwas längerer Zeit eine ausgewählte Besucherschaft.
Einer Reise ins ewige Eis scheinen vielleicht die unwirtlichen Wetterverhältnisse entgegenzustehen, jedoch mag die Tatsache, daß jährlich ca 25 Segelyachten in die Antarktis segeln und teilweise dort sogar freiwillig überwintern, wohl davon überzeugen, daß mit dem Wetter gut umzugehen ist. Seit die erste Cruising-Yacht 1966/67 das Eis besuchte, sind während der Sommertörns abgesehen von ein paar gebrochenen Masten und einigen unsanften Ankermanövern keine gravierenden Unfälle passiert.
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DAS BOOT
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Mit einer Skorpion IV werden wir in Patagonien und der Antarktis kreuzen. Hierbei handelt es sich um eine 16 Meter lange Stahl-Segelyacht, die eine zehnköpfige Crew beherbergen kann. Für unsere Gäste sowie das Skipperpaar stehen 4 Kabinen zur Verfügung.
Für hervorragende Stabilität und Sicherheitsvorkehrungen bürgen neben dem guten Namen der Werft 'Feltz' die nötigen Zertifikate. Die Technik (Hydraulik und Elektronik) ist äußerst gut durchdacht und beruht auf dem Prinzip: Verläßlichkeit geht über Luxus. So ist z.B. ein besonders leistungskräftiger Motor eingebaut. Vor allem in Bezug auf Sicherheit ist das Konzept konsequent und gut durchdacht.
Zur Kommunikation gehört selbstverständlich ein SSB Radio für Amateurfunk und Schiffahrtsfrequenzen. Über unsere Satelliten-Kommunikation (Inmarsat-C) sind wir jederzeit für jeden erreichbar.
Bei der Inneneinrichtung hat Gemütlichkeit und Praktikabilität Vorrang. Da die gesamte Crew während der oft tagelangen Segeltörns Ruderwache geht, wird sich das soziale Leben vor allem im Salonbereich abspielen. Ein Teil der Crew wird sich jeweils seinem wohlverdienten Schlaf widmen. Die geräumigen Doppelkabinen sichern weitgehende Ruhe und einen gewissen Grad an Privatsphäre (genügend Schrankraum, Leselampe etc. pro Koje). Zwei WC's und Dusche mit einer guten Heißwasserversorgung sind für das Wohlbefinden der Crew eine Notwendigkeit; man denke nur an die durchschnittlichen Außentemperaturen und die Möglichkeit, daß man eine ungeplante 2-Grad warme Salzwasserdusche erhält. Da die Frischwasseraufnahme begrenzt ist und die Törns relativ lange dauern, wird eine Meereswasser-Entsalzungsanlage installiert. Das Heizungssystem ist auf Tag- und Nachtbeheizung eingerichtet, so daß alle Räume des Schiffes beheizt werden können. Wichtig ist auch der Trockenraum für die Segelkleidung incl. Stiefel. Den extremen Witterungsverhältnissen angepaßte Segelkleidung wird von uns gestellt. Eine komplette Tauchausrüstung ist ebenfalls an Bord. Im übrigen entspricht das Boot den Umweltauflagen des Antarktis-Vertrages von 1991 und hat die seit dem 14.1.98 geltenden Genehmigungen des Umweltbundesamtes.
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DIE MITSEGLER
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1787 versuchte William Bligh auf der Bounty 29 Tage lang erfolglos, das Kap zu umrunden und mußte schließlich den um viele Seemeilen längeren Seeweg entlang dem Kap der Guten Hoffnung nehmen, um Polynesien zu erreichen.
Für beide Gebiete gilt, daß dem Besucher eine gewisse Portion Mut und Durchhaltevermögen abverlangt wird, da der Transport nur per Schiff erfolgen kann. Hier gibt es zwei Alternativen: das Luxus-Kreuzfahrtschiff und das Segelboot.
Bei der ersten Alternative wird der Passagier von den temperamentvollen Wetterverhältnissen weitgehend abgeschottet, verkonsumiert er weiterhin seinen gewohnten Luxus (oder gar mehr!), bekommt Vorlesungen angeboten, steht jedoch während des einstündigen Landaufenthaltes neben 149 anderen Passagieren zwischen den Pinguinen und versucht, Superfotos von der unberührten Natur zu erhaschen.
Eine Segelbootreise ist der totale Kontrast: eine Individualreise mit maximal 6 Gästen, bei denen die Reiseroute an persönliche Interessen der Gruppe angepaßt werden kann. Zu zweit kann man sich aufmachen und Biber in der Morgendämmerung beobachten oder der Antarktis beim Erwachen zuschauen. Was das Segeln anbetrifft: Jeder Passagier ist Mitsegler. Gemeinsam erreichen wir die Antarktis bzw. umrunden wir Kap Hoorn. Jeder einzelne trägt dazu bei.
Man schrieb bereits das Jahr 1616, als sich die Holländer Jacques LeMaire und Willem Schouten auf de Eendracht südlich der Magellan Straße hinauswagten und die LeMaire Straße sowie natürlich Kap Hoorn entdeckten. Letzteres benannten sie nach ihrem anderen Schiff, der Hoorn, die an der patagonischen Küste bei Porto Deseado ein Opfer der Flammen geworden war. Hiermit war endgültig bewiesen, daß Südamerika nicht zur 'terra australis' gehörte.
Scott bricht am 24.12.1911 auf. Der Motorschlitten bricht schon bald zusammen und die Tiere, Ponies und Hunde muß er zurücklassen. Unter ungeheuren Strapazen kämpfen sich Scott, Evans, Bowers, Oates und Wilson den Beardmore-Gletscher hoch zum Plateau. Wie unvorstellbar deprimierend muß es gewesen sein, als die fünf am 17.1.1912 Amundsens Zelt am Südpol sehen. Wir wissen, daß sie den Heimweg nicht mehr geschafft haben. ...
Dieses mit Romantik, Heldentum und Entdeckergeist beladene Gebiet übt auch heute noch eine unausweichliche Anziehungskraft auf uns aus. Hier haben Menschen wie van Schouten und Magellan oder James Cook Geschichte geschrieben, Helden wie Shackleton oder Scott haben hier für Ruhm und Ehre ihr Leben gelassen.
Gerade darum ist es spannend, daß man auf den Spuren vergangener Zeiten sein eigenes Durchhaltevermögen prüfen kann und jeder Mitsegler am Erfolg der Segelreise einen erheblichen Anteil hat.
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AKTIVITÄTEN
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Logbuch vom 10.12, 05h00m: Ohne die anderen Langschläfer zu stören, machen sich 3 Mitglieder der Besatzung auf, um Biber in der Morgendämmerung zu beobachten. Es fängt gerade erst an zu dämmern. Aber wer die Biber bei der Arbeit sehen will muß früh aufstehen. Während die Frühaufsteher das frischgebackene Brot verzehren, fülle ich die Thermoskanne mit heißem Kaffee. Den kann man gebrauchen, wenn man stundenlang auf der Ausschau steht. Verschlafen guckt jemand um die Ecke, zweifelt und entscheidet sich dann doch, um mitzugehen. Ich stehe draußen und gebe einige Ratschläge bzgl. der Route, denn hier in Südpatagonien gibt es noch keine Wanderwege, ganz zu schweigen von Hinweisschildern. Nach einigen hundert Metern drehe ich mich um und betrachte in Ruhe unser Boot. Ein sicherer Ankerplatz. Es ist blattstill, der Mond wirft seinen Schimmer auf das spiegelglatte Wasser des Beagle-Kanals. DieGesiccter der Zurückgebliebenen passieren vor meinen Augen Revue. Ich kann ein Lächeln nicht unterdrücken, als ich an den vergangenen Abend zurückdenke. Ja, sie haben ihre Nachtruhe wahrlich verdient.
Alle Aktivitäten können mit oder ohne unsere Begleitung stattfinden. Jedoch sollten sich immer mindestens zwei Leute zusammenschließen, da es ja nirgendwo Wegweiser zu finden gibt.
* Hochseesegeln
* Meilenbestätigung, Navigation & Wetterkunde
* Besuch der Gedenkstätte und Küstenwache Kap Hoorn
* Zertifikat der chilenischen Marine: Umseglung Kap Hoorns
* Besuch wissenschaftlicher Stationen in der Antarktis
* Schlauchboot-Ausflüge
* Wandern und Zelten
* Bergsteigen und Gletscherausflüge
* Eistauchen
* Beobachten seltener Tier- und Vogelarten aus nächster Nähe
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DIE BORDATMOSPHÄRE
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Logbuch 03h15m : Saskia tippt leicht ans Barometer und bemerkt, daß der Luftdruck fällt. Nachdem sie den neuen Stand sowie Log und Kurs im Logbuch notiert hat, mißt sie die Seewassertemperatur. Eine Messung von 2 Grad C oder weniger bedeutet Eisberggefahr. Saskia setzt Wasser auf, um die von der Kälte leicht erstarrte Wachmannschaft mit einer heißen Tasse Kaffee in die Kojen schicken zu können. Sie steckt kurz den Kopf durch die Luke, um mit Klaus zu plaudern. Obwohl das Boot gut sich selbst überlassen werden kann ist er nur schwer unter Deck zu bekommen. Ohne Unterlaß erzählt er von seinen Beobachtungen. Der Mond ist zwar noch nicht am Horizont erschienen, jedoch erhellen bereits Milliarden Sterne die See und ihren ungestümen Begleiter. Als ob es eine elegante Handschrift besäße, schreibt das Boot phosphorisierende Spuren ins Wasser. Klaus beschreibt, wie nur eine dreiviertel Stunde vorher ein Heer von Delphinen das Schiff eine Zeitlang zum Mittelpunkt ihrer Spielabenteuer auserkoren hatte.
Vorrangiges Ziel ist natürlich das Erleben und Genießen der Natur, Auseinandersetzen mit ihr, aber auch das Bewältigen der Natur um uns herum. Wir glauben, daß die Gäste intensiver und bewußter alles miterleben, wenn sie aktiv mitsegeln. Seglerische Vorkenntnisse sind nicht nötig. Grundkenntnisse werden an Bord erklärt. Für jeden, der gerne mehr erfahren möchte, steht das Skipperpaar gerne zur Verfügung. Die taktischen und wetterbedingten Entscheidungen werden mit der gesamten Mannschaft besprochen. Sie hat natürlich Mitspracherecht. Auf der anderen Seite ist das Skipperpaar für Boot und Besatzung verantwortlich und nimmt somit die endgültige Entscheidung wahr.
Sobald wir in Landnähe sind, werden halb- bis ganztägige Exkursionen geplant. Während der Segeltage sind alle Crewmitglieder an den ca. 2-stündigen Ruderwachen beteiligt. Die Arbeiten an Bord werden aufgeteilt, je nach dem, wer was kann oder am liebsten macht. Derjenige, der sich mit der Kartenarbeit vertraut gemacht hat, wird während seiner Wache die Position und evtl. den gewünschten Kurs einzeichnen. Aber auch wenn die Arbeiten etwas kalt und evtl. naß zu werden drohen, packt jeder mit an. Beim Großsegelreffen sollten dem Skipper immer ein oder zwei Mann zur Hand gehen. Klar, daß während des Segelns alle Mann an Deck Sicherheitsleinen benutzen. Für's Ankermanöver werden jedesmal 3-4 Mann benötigt. Da Seeleoparden liebend gerne aus Jux und Dollerei Schlauchboote anknabbern, müssen diese nach Gebrauch immer wieder an Dek gehißt werden. Aber auch auf kulinarischem Gebiet werden den Mitseglern keine Zwänge auferlegt. Haben Sie schon mal bei 20 Grad Krängung ein Brot gebacken? Wer sich auf diesem Gebiet gerne auf die Probe stellen möchte, bekommt genügend Gelegenheit dazu.
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WIR ÜBER UNS
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Wir sind beide 36 Jahre alt. Henk ist Holländer, Bettina ist Deutsche. Abgesehen davon, daß wir als Team sehr gut aufeinander eingespielt sind, können wir auch aus einem gemeinsamen Reservoir 20-jähriger Segel- und Technik-Erfahrung schöpfen. Gedolmetscht werden deutsch, holländisch, friesisch, englisch, französisch bis zu spanisch und portugiesisch.
Bettina hat nach ihrem VWL-Studium 4 Jahre als Strategie-Analyst bei einem multinationalen Unternehmen in Holland gearbeitet. Henk war nach seiner Ausbildung 6 Jahre als selbständiger Werbefotograf in Amsterdam tätig.
Während einer zwei-jährigen Segelreise haben wir uns dazu entschlossen, das Bootsleben zu unserer Lebensgrundlage zu machen. Wir haben uns vor allem vom Reiz der extremen Breiten Südamerikas einfangen lassen. Die außergewöhnliche Isolation und Unberührtheit dieses Gebietes hat es uns angetan.
Folgende Länder kennen wir durch frühere Segelreisen gut: England, Portugal, Marokko, Madeira, Kanarische Inseln, Kap Verdische Inseln, Azoren, Senegal, Gambia, Guinee Bissau, St. Helena, Südafrika, Brasilien, Uruguay, Argentinien, Chile, Antarktis.
Sarah W. Vorwerk war Bettina's Ur-Urgroßmutter. Diese hatte ihren Mann, der als Reeder einen Guanodünger-Handel mit Chile betrieb, bereits um 1850 auf mehreren Segelreisen um Kap Hoorn begleitet.

Since 1991 Exploring The "Uttermost Parts Of The Earth":
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Tierra Del Fuego, Chile 'The Gateway To Antarctica'
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