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Experts since 1991, making Cold Oceans Expeditions
for thousands of delighted guests.
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VICTORY ADVENTURE'S SOUTHERN OCEANS EXPEDITIONS
presentsiert
eine
VIRTUELLE TOUR DURCH KAP HOORN - FEUERLAND (TIERRA
DEL FUEGO)
INHALT
VICTORY YACHT CRUISES
hat das Vergnügen :
- Sie an Bord der VICTORY einzuladen und die Abenteuer zu erleben
die wir Ihnen bieten.
- Ihnen die Gelegenheit zu geben über den Beagle Kanal zu den
Gletschern und Fjorden der Darwin Kordillere zu segeln, in dieser verrückten
geographischen Gegend zu verweilen, die durch die Zeiten und Naturgewalten
"an den Grenzen der Erde" entstanden ist.
- Beginnen Sie Ihren Törn in Puerto Williams, Hauptstadt der
chilenischen Provinz "Territorium Antarktis" und historischer
Lebensraum der inzwischen ausgestorbenen Yagan Kanu Indianer.
- Wir nehmen Sie mit zur südlichsten Siedlung der Welt am absolut
südlichsten Punkt Südamerikas:
54 Grad 56 Minuten Süd und 67 Grad 37 Minuten West.
Siehe Karten
- Wir sorgen dafür, daß Sie das selten geöffnete
Museum der Feuerland Indianer , der Yagans besichtigen können, in dem
es auch vor allem um die Arbeit und die Fotografien des deutschen Missionars
Martin Guisinde geht. All dies liegt nur 60 Meilen Fluglinie vom Kap Hoorn
und 600 Meilen von der Antarktis entfernt.
Ihr Törn beginnt im südlichsten Ort der Welt -
Puerto Williams,Chile
Fotos von Puerto Williams durch Peter Mulgrew
Peter starb im Air New Zealand
Flugzeugunglück bei Mt. Erebus, circa 1976
DIE FEUERLAND INDIANER
DIE KANU-INDIANER VON FEUERLAND
Die Yagan Kanu-Indianer (Feuerländer) paddelten hauptsächlich
in diesen flachen Fjorden und Kanälen - eingesäumt von wilden
grünen Wäldern, Gletschern und schneebedeckten Bergspitzen - wo
die Anden die See erreichen.
Das Gebiet wird TIERRA DEL FUEGO, FEUERLAND genannt. Der Name stammt von
den vielen Feuerstellen, die durch die Seefahrer entlang der Küste
beobachtet wurde. Die Indianer benutzten die Feuerstellen als lebensnotwendige
Wärmequelle und für die Herstellung ihrer Nahrung, vor allem Muscheln.
die Yagans waren die letzten Vertreter einer der primitivsten Bevölkerungsgruppen
der Erde
Sie ruderten in ihren einfachen Kanus aus Buchenrinde weit hinaus bis
hin zu den tückischen Inseln des Kap Hoorn. Diese Nomaden der See lebten
in diesem Gebiet ca. 5000 Jahre lang. Ihre Muschelberge kann man vereinzelt
noch an den Stränden entdecken, einige bis zu 4 Metern hoch. Sie besaßen
keinen Schutz vor der antarktischen Kälte, außer dem Robbenfett,
mit dem sie sich die Haut einfetteten und der Felle, die sie sich lose um
die Schultern hängten. Sie liefen auf bloßen Füßen
im Schnee und wärmten dann ihre Füße im eiskalten Wasser
des Atlantiks. Man sagt, ihre Körpertemperatur habe 1 oder 2 Grad über
der der des "weißen Mannes" gelegen.
Die Frauen waren es, die ohne Bekleidung nach Nahrung tauchten, die sich
um die Kanus und den Fischfang kümmerten. Die Männer der
Yagans verbrachten den größten Teil ihrer Zeit mit der Jagd.
Die Inseln, die Fjorde und Kanäle in diesem Teil tierra de Fuegos waren
ihr Zuhause. Archäologische Befunde zeugen davon. Diese Küstenstreifen
sind noch heute das zuhause für Seelöwen, Möwen, Robben,
Raubmöwen (Skuas) und Guanacos, die in dieser Region ungestört
leben können.
Foto von Jünglingen der Yagans
FOTO DER ONA
TIERRA DEL FUEGO
INDIANER

FELIPE:
Er war der letzte Überlebende der ONA Indianer
(Starb im hohen Alter, April, 1976)
Foto von Peter Mulgrew
- Großes Foto von Filipe,
- die letzten Yagan Frauen,
- Yagan Mädchen,
- Einige Yagan Vokabeln (133K total)
Setzen Sie Ihre virtuelle Tour
von Tierra Del Fuego fort:
- Begleiten Sie uns an Bord der Yacht VICTORY, 1986 aus Zypressen
Holz hergestellt, mit Komfort und viel Freizeitgenuß.
- Sie ist eine authenitsche Nachbildung des William Garden Designs
der Neu England Kargo Schooner des letsten Jahrhunderts.
- Sie ist dem Schooner "BEAGLE", auf dem Charles Darwin
diese Gewässer besegelt hat, sehr ähnlich.
Die VICTORY am Garibaldi Gletscher

Der Beagle Kanal


KAP HOORN
(click)
Puerto Williams -> 60 Seemeilen Richtung Norden
Tagesbeschreibung der Tour
Tierra Del Fuego Kanäle & Fjorde
Saison: 15. Dezember - 30. April
1. Tag:
Wir empfangen Sie am Flughafen von Puerto Williams. wir fahren gemeinsam
zum Schooner VICTORY, der beim Yacht Club an der Kade liegt. Nach dem Mittagessen
helfen Sie uns vielleicht beim Segelsetzen um Kurs zu setzen Richtung Porto
Navarino, im westlichen Teil der Insel Navarino gelegen. Während
dieser Navigation auf dem Beagle Kanal können Sie die Schönheit
der Nordküste Navarinos und die südlichen Ausläufer der Insel
Tierra del Fuegos auf sich einwirken lassen. Eine Unzahl von vielen schmalen
Buchten vereinigt sich hier mit einer Landschaft von unglaublicher Schönheit.
Während des Segelns werden Sie Gelegenheit haben, die vielfältige
Natur zu beobachten: die größten Vögel der Erde: Albatross
und Kondor; Riesensturmvogel, Pinguine, Wildgänse und Wildenten, die
großen "flightless steamer ducks", Robben, und hin und wieder
Wale und Orkas (Killerwale). Bei Ihrer Ankunft in Port Navarino können
Sie an Land gehen und alte Raststätten der Indianer besuchen, rudern
oder wandern oder Lachs oder Forellen fischen. Im letzten Jahr haben wir
dort auch ein zahmes Guanaco gesehen. Wir werden hier für die Nacht
vor Anker gehen.
2. Tag:
Sehr früh werden wir mit unserem Abenteur, gen Westen zu segeln, fortfahren
Richtung Yendegaia Bucht. Entlang dieser Route können wir zunehmend erkennen,
wie jeder einzelne Baum, jedes Gehölz ostwärts gewunden ist. Dies
sind die anschaulichen Hinweise darauf, daß die heftigen Westwinde
Tierra del Fuegos häufiger heimsuchen. Am Ende der Yendegaia-Bucht,
an der Mündung des Serka Flusses, ist eine Rinderfarm angesiedelt.
Während eines 4-stündigen Pferderittes können Sie über
die patagonsiche Tundra bis zum Gletscher an der Quelle des Serka Flusses
vordringen. Sie können auf dem Fluß paddeln, fischen, Königskrabben
fangen, indianische Überreste suchen oder wandern gehen. am Abend werden
wir bei der Ranch am Strand patagonisches Rindfleisch, Schaaf und Fisch
grillen. wir bleiben über Nacht in der Yendegaia Bucht.
3. Tag:
Früh am Morgen heben wir den Anker und segeln den gleichen Kurs weiter
in Richtung Westen entlang dem Beagle Kanal zum South Seas Pot harbor
(Caleta Holla), der am Fuß des Holland Gletschers auf der
Insel Tierra del Fuego liegt. Sie können eine interessante
3-stündige Wanderung entlang des Flusses und der Wäldern machen,
die gesäumt sind von Biber-Dämmen. am Ende des Flusses erreichen
Sie den Fuß des Gletschers, der nach einer holländischen expedition
Ende des 19. Jahrhunderts benannt ist. Sie können hier rudern, fischen
oder wandern. die nacht verbringen wir in der Caletta Holla.
4. Tag:
Wieder verlassen wir sehr früh den Ankerplatz, um entlang des nordöstlichen
Arms des Beagle Kanals bis zum Garibaldi Gletscher zu segeln. Während
dieses Törnteils wird man von nahe bei eine Folge von Gletschern
bewundern können, die sich am Beagle Kanal aneinander reihen.
Diese Gletscher sind nach Frankreich, Deutschland, Italien und Romänien
benannt. wir segeln gen Norden und lassen den Beagle Kanal hinter uns, um
den Garibaldi Gletscher am Ende eins tiefen Fjordes zu erreichen. Eine
große Anzahl von blauem und grünem, treibenden Eis ist charakteristisch
für diese Gegend. Wir werden heute eins der schönsten Plätze
der Erde entdecken - einige sagen, es sei hier bei weitem schöner als
in Norwegen oder der Schweiz. Wenn Sie rudern gehen, dann sollten Sie Vorsicht
walten lassen, denn die großen Eisbrocken, die ab und zu von den Gletschern
abbrechen, verursachen gefährliche Flutwellen.
(Übernachtung beim Garibaldi Fjord)
5. Tag:
Wir setzen unsere westliche Richtung fort entlang des Ventisquero Gletschers,
der am ende des gleichnamigen Fjordes liegt. Hier können Sie von der
Yacht aus stundenlang die drei faszinierenden Gletscher und die schneebedeckten
Bergspitzen genießen oder Sie errudern wieder die Gegend, wiederum
mit Vorsicht. vielleicht helfen Sie auch dabei, die Netze für die Königskrabben
zu legen. Wir übernachten im Ventisquero Fjord.
6. & 7. Tag:
Der Tag beginnt früh, jetzt ersmals in östliche Richtung, entlang
des Beagle Kanals, vorbei an den Iseln Timbares, Chair, Darwin und Londonderry
bis zum wunderhübschen Pia Fjord und Geltscher.
Dies ist ein weitverzweigter Fjord mit vilen kleinen Gletschern, die aus
den vielen Bergspitzen der Darwin Bergkette entspringen. Wandern, Fischen,
Rudern, die atemberaubenden schneebedeckten Bergspitzen und Gletscher fotografieren
sind einige der Aktivitäten, die hier möglich sind. wir werden
hier im Pia Fjord 2 Tage verbringen.
8. Tag :
Am Nachmittag segeln wir gen osten zum Sonia Hafen. Man kann hier einige
Marine-Soldaten besuchen (hier in der Einsamkeit freuen sie sich immer über
Besuch), fischen, wandern oder entland des Ufers rudern. Übernachtung
in Sonia Harbor.
9. Tag :
Wir beginnen früh und segeln, wenn der Wind günstig steht, östlich
entlang dem Beagle Kanal. Wir passieren Canasaka auf der Hoste Insel um
Magellanisches Schaafsfleisch zu kaufen. Dann segeln wir zum Mejillones
Hafen, einer alten Yagan Siedlung. Au diesem Weg üpassieren wir einige
der Bridges Inseln, die am Eingang zum Hafen von Ushuaia liegen und von
Seelöwen und Kormoranen belagert sind. thomas Bridges war ein englischer
Missionar, der Ushuaia im vorigen Jahrhundert gegründet hatte.
Sie können in Mejillones an Land gehen, dies ist eine historische Siedlungsstelle
der Indianer (Mejillones heißt schellfisch auf Spanisch). Sie können
wandern im Regenwald Patagoniens, wo die verschiedensten Buchenarten wachsen,
wo viele seltene Moose und Pilze zu finden sind. Sie können fischen,
den Indianischen Friedhof oder die Überreste des Indianischen Dorfes
besuchen, die gewaltigen Asublicke genießen oder rodern gehen. Hier
und in den Hügeln von Puerto Williams können Sie vielleicht Guanacos
entdecken. Dieses Gebiet ist im Winter von meterhohm Schnee bedeckt und
die Guanacos kommen runter zur Küste um nahc Nahrung zu suchen. Wir
werden noch einmal einen herrlichen Grillabend an der Küste verbringen.
Hier in Meijjones übernachten wir.
10. Tag:
Wir segeln früh weiter und kommen zurück zum Puerto Williams Yacht
Club. Sie können noch das sehr sehenswerte Martin Guisinde Museum,
das Yagan Museum besuchen, um sich über das Handwerk und das Leben
der Indianer zu informieren. wir werden Sie mit einem frühen Abschieds-Lunch
verabschieden müssen, damit Sie rechtzeitig zum Flugzeug gebracht werden
können (ca. 1h30). .
Ende der Tour
Hinweis: Der oben dargestellte Törnverlauf ist abhängig von den
Wetterverhältnissen
Der 7-Tages-Törn ist sehr ähnlich, jedoch fallen die Tagesbeschreibungen
für die Tage 5, 7 & 8 raus.
Es folgen einige Beobachtungen von Charles Darwin, die er während
seiner Reise mit der "Beagle" in Tierra del Fuego aufgeschrieben
hat, im Sommer 1832:
(leider zunächst noch in englisch )

Tierra Del Fuego Forelle
Ihr Koch mit einem
magellanischen Königskrabben-Lunch

Die vorherrschenden Westwinde,
die "rasenden Fünfziger"
krümmen die Buchenbäume gen Osten.
Antarktis
Victory Yacht Cruises
bietet ebenfalls an:
speziell dafür ausgerüstete Segelyachten
organisieren Expeditionen in die
Antarktis:
ist mit der VICTORY vorgesehen für
Wir nehmen bereits jetzt Buchungen für
diese 30 -Tage Expedition entgegen.
buchhinweise zum Thema
Tierra del Fuego:
- "Uttermost Part of The Earth", Indians of Tierra Del
Fuego by E. Lucas Bridges, Dover Publications Inc., 1988, ISBN 0-486-25751-7
- Lonely Planet. Chile
and Easter Island. Lonely Planet Publications, Oakland, California, 1993.
- Lonely Planet. Trekking
in the Patagonian Andes. Lonely Planet Publications, Oakland, California,
1992.
- Melfi, Domingo. El Hombre y La Soledad en las Tierras Magallanicas.
Ediciones Ateneas, Santiago, Chile, 1940.
- Coloane, Francisco. Cape Horn and Other Stories From the End
of The World. Latin American Literary Review Press, Pittsburgh, Pennsylvania,
1991.
- Turistel. Guia Turistica Sur. Turismo y Comunicaciones, Santiago,
Chile, 1996
- Marks, Richard Lee. Three Men of The Beagle. Alfred A. Knopf
Inc. Publ. N Y, NY, 1991.
- Hough, Richard. The Blind Horn's Hate, Magellan, Drake and Other
Adventures in the Uttermost South. W.W. Norton & Company Inc. New York,
NY, 1971.
- Moorehead, Alan. Darwin and the Beagle. Penguin Books, New York,
NY, 1969.
- Allen, Leslie. "Tierra del Fuego." In Secret Corners
of the World. National Geographic Society, 1982.
- Bourne, Joel. The Big Empty. In "Escape" . March 1996,
pp.56-63.
- Reisenberg, Felix. Cape Horn: the story of the Cape Horn region...
Ox Bow Press, 1994.
- Thompson, Kieth , Stewart. HMS BEAGLE, The story of Darwin's
Ship. W.W. Norton & Co., NY, NY 199
ANTARKTIS - KAP HOORN
SOUTH GEORGIA - FALKLANDS - CHILENISCHE KANÄLE
mit der "Santa Maria Australis "
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DER SÜDEN UM KAP HOORN FRÜHER UNERREICHBAR - HEUTE ERLEBBAR
!
Logbuch vom 20.02.: "Bettina, stelle Dir vor, während der Rückfahrt
von der Gamma Insel hat uns auf 30 Metern Entfernung ein Minkwal umkreist!"
Jochen und Sabine kommen gerade von ihrem ersten antarktischen Schlauchbootausflug
zurück. Tausende von Pinguinpaaren mit ihren Jungen schnattern um die
Wette. Die tiefstehende Sonne überflutet die skurrile Eis-und Seenlandschaft
mit einem feuerfarbenen Schleier. Die Außentemperatur beträgt
2 Grad C. Windstille, Ruhe, Einsamkeit. Wir liegen in einer kleinen Bucht
am Rande der "Paradise-Bay", 1000 Kilometer von der südlichsten
menschlichen Besiedelung der Welt entfernt, umgeben von einer unendlichen
Gletscher- und Eisberglandschaft.
Auf einer 16 Meter Segelyacht erkunden wir zusammen mit unseren Chartergästen
die Wunder der Natur auf Feuerland und in der Antarktis. In einem 2 Wochen
Törn erobern wir Kap Hoorn, wagen wir uns an die Gletscher der Darwin-Kordillere
heran und leben mit der Natur des patagonischen Südens mit Wildnis,
Bibern, Wasserfällen, Guanacos, Gletschern, Kormoranen, Seehunden .....
Dem Bann der Antarktis setzen wir uns 3 bis 4 Wochen lang aus. Nachdem wir
in einem 4-tägigen Segelerlebnis die Drake-Passage überwinden,
weiden wir uns ca. 3 Wochen lang an dem eisigen Kunstwerk des Südpolkontinentes.
Seehunde treiben auf Eisschollen vorbei, Kormorane picken neugierig an unseren
Schlauchbooten. Wale, Pinguine, Albatrosse, Seerobben ...
Ähnliche Expeditionen bieten wir für die noch extremeren Gebiete
Falklands und South Georgia an.
Neben der reinen Urlauberidee sollen die Törns in diesen einsamen und
unzugänglichen Gebieten jedoch auch anderen Zwecken zur Verfügung
gestellt werden: Wissenschaftliche Institute oder Universitäten, Fernseh-
oder Werbeteams, Ornithologen und sonstige Gruppierungen können individuell
abgestimmte Törns vereinbaren.
Wir bieten: das Boot, Fachkenntnis, Erfahrung, Lebenslust, Begeisterung.
Von unseren Mitreisenden erwarten wir: Einsatzbereitschaft, Respekt vor
der Natur, Enthusiasmus, Mitarbeit und Mitplanung. Denn: Wir wollen gemeinsam
diesen extremen Teil der Erde kennen und verstehen lernen.
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IST ES VERANTWORTBAR, IN DIE ANTARKTIS ZU SEGELN ?
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Die Antarktis ist der einzige vom Menschen noch weitgehend unberührte
Kontinent der Erde. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen und der
jahrhundertelangen Isolation ist das natürliche Gleichgewicht von Fauna
und Flora labil. Jegliche menschliche Aktivität ist daher kritisch
zu betrachten. Zur Beschützung der Antarktis wurde 1991 von nahezu
allen Nationen ein Vertrag ratifiziert, in dem der Eingriff vom Menschen
in diese labile Welt begrenzt wird. Mit Hilfe von internationalen Absprachen
wurden 100 Gebiete zu Schutzregionen erklärt (SPA, SPS, SSSI), um deren
historischen, wissenschaftlichen oder biologischen Werte zu schützen.
Hierdurch ist den Besuchern bekannt, welche Verhaltensnormen für welche
Gebiete gelten, so daß ein negativer Einfluß ausgeschlossen
werden kann.
"Pinguin colony not disturbed"
by Kerry S. Smith, Washington D.C.:
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"Auf der amerikanischen Palmer-Station, Anvers Insel, wurde im vergangenen
Sommer ein Experiment durchgeführt, um den Einfluß von Touristen
auf Pinguin-Kolonien zu untersuchen. Hierzu wurde eine Versuchskolonie in
zwei Teile unterteilt. Nur auf einer Hälfte der Kolonie wurden Touristen
zugelassen. Am Ende der Saison konnte deutlich festgestellt werden, daß
der Teil der Kolonie, der von Touristen 'heimgesucht' worden war, auf Menschen
noch unbeteiligter reagierte als die übrige Hälfte. Sonstige unterschiedliche
Verhaltensnormen wurden nicht registriert."
Auch aufgrund von anderweitigen wissen-schaftlichen Erkenntnissen sowie
Gesprächen mit Stationsmitarbeitern sind wir zu dem Schluß gekommen,
daß die hier vorgestellte Art von Tourismus keine Schäden an
Natur und Tierwelt hinterläßt. Segeln ist geräuschlos und
hinterläßt keine Spuren. Unser Motto wird lauten: "Alles,
was Du mit hinein trägst, nimmst Du auch wieder mit hinaus. Und: behandele
die Tiere mit Respekt und dem nötigen Abstand." Außerdem
können wir während der Rückfahrten zum südamerikanischen
Kontinent Müll (z.B. Altöl) der verlassenen Stationen mit zurücknehmen
und somit sogar einen kleinen Beitrag zur Säuberung der Antarktis liefern.
Die seit dem 14.1.98 gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung des Umweltbundesamtes
liegt bei diesem Schiff vor.
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SIND WIR DIE ERSTEN ?
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Nein, natürlich nicht, denn solch risikobereite Abenteurer sind wir
nun auch wieder nicht.
Wie die in den letzten Jahren steigenden Touristikzahlen mit Ziel Antarktis
zeigen besteht ein reges Interesse an diesem isolierten Stück Naturwunder.
Dies liegt auch daran, daß dieser Kontinent heutzutage einfacher zu
erreichen ist als noch vor einigen Jahren. So will es vielleicht darüber
hinaus der Zufall, daß Dank des Auseinanderfallens des Ostblockes
einige "Forschungsschiffe" plötzlich ohne Aufträge waren
und nun für den Tourismus eingesetzt werden.
Feuerland fasziniert bereits seit etwas längerer Zeit eine ausgewählte
Besucherschaft.
Einer Reise ins ewige Eis scheinen vielleicht die unwirtlichen Wetterverhältnisse
entgegenzustehen, jedoch mag die Tatsache, daß jährlich ca 25
Segelyachten in die Antarktis segeln und teilweise dort sogar freiwillig
überwintern, wohl davon überzeugen, daß mit dem Wetter gut
umzugehen ist. Seit die erste Cruising-Yacht 1966/67 das Eis besuchte, sind
während der Sommertörns abgesehen von ein paar gebrochenen Masten
und einigen unsanften Ankermanövern keine gravierenden Unfälle
passiert.
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DAS BOOT
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Mit einer Skorpion IV werden wir in Patagonien und der Antarktis kreuzen.
Hierbei handelt es sich um eine 16 Meter lange Stahl-Segelyacht, die eine
zehnköpfige Crew beherbergen kann. Für unsere Gäste sowie
das Skipperpaar stehen 4 Kabinen zur Verfügung.
Für hervorragende Stabilität und Sicherheitsvorkehrungen bürgen
neben dem guten Namen der Werft 'Feltz' die nötigen Zertifikate. Die
Technik (Hydraulik und Elektronik) ist äußerst gut durchdacht
und beruht auf dem Prinzip: Verläßlichkeit geht über Luxus.
So ist z.B. ein besonders leistungskräftiger Motor eingebaut. Vor allem
in Bezug auf Sicherheit ist das Konzept konsequent und gut durchdacht.
Zur Kommunikation gehört selbstverständlich ein SSB Radio für
Amateurfunk und Schiffahrtsfrequenzen. Über unsere Satelliten-Kommunikation
(Inmarsat-C) sind wir jederzeit für jeden erreichbar.
Bei der Inneneinrichtung hat Gemütlichkeit und Praktikabilität
Vorrang. Da die gesamte Crew während der oft tagelangen Segeltörns
Ruderwache geht, wird sich das soziale Leben vor allem im Salonbereich abspielen.
Ein Teil der Crew wird sich jeweils seinem wohlverdienten Schlaf widmen.
Die geräumigen Doppelkabinen sichern weitgehende Ruhe und einen gewissen
Grad an Privatsphäre (genügend Schrankraum, Leselampe etc. pro
Koje). Zwei WC's und Dusche mit einer guten Heißwasserversorgung sind
für das Wohlbefinden der Crew eine Notwendigkeit; man denke nur an
die durchschnittlichen Außentemperaturen und die Möglichkeit,
daß man eine ungeplante 2-Grad warme Salzwasserdusche erhält.
Da die Frischwasseraufnahme begrenzt ist und die Törns relativ lange
dauern, wird eine Meereswasser-Entsalzungsanlage installiert. Das Heizungssystem
ist auf Tag- und Nachtbeheizung eingerichtet, so daß alle Räume
des Schiffes beheizt werden können. Wichtig ist auch der Trockenraum
für die Segelkleidung incl. Stiefel. Den extremen Witterungsverhältnissen
angepaßte Segelkleidung wird von uns gestellt. Eine komplette Tauchausrüstung
ist ebenfalls an Bord. Im übrigen entspricht das Boot den Umweltauflagen
des Antarktis-Vertrages von 1991 und hat die seit dem 14.1.98 geltenden
Genehmigungen des Umweltbundesamtes.
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DIE MITSEGLER
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1787 versuchte William Bligh auf der Bounty 29 Tage lang erfolglos, das
Kap zu umrunden und mußte schließlich den um viele Seemeilen
längeren Seeweg entlang dem Kap der Guten Hoffnung nehmen, um Polynesien
zu erreichen.
Für beide Gebiete gilt, daß dem Besucher eine gewisse Portion
Mut und Durchhaltevermögen abverlangt wird, da der Transport nur per
Schiff erfolgen kann. Hier gibt es zwei Alternativen: das Luxus-Kreuzfahrtschiff
und das Segelboot.
Bei der ersten Alternative wird der Passagier von den temperamentvollen
Wetterverhältnissen weitgehend abgeschottet, verkonsumiert er weiterhin
seinen gewohnten Luxus (oder gar mehr!), bekommt Vorlesungen angeboten,
steht jedoch während des einstündigen Landaufenthaltes neben 149
anderen Passagieren zwischen den Pinguinen und versucht, Superfotos von
der unberührten Natur zu erhaschen.
Eine Segelbootreise ist der totale Kontrast: eine Individualreise mit maximal
6 Gästen, bei denen die Reiseroute an persönliche Interessen der
Gruppe angepaßt werden kann. Zu zweit kann man sich aufmachen und
Biber in der Morgendämmerung beobachten oder der Antarktis beim Erwachen
zuschauen. Was das Segeln anbetrifft: Jeder Passagier ist Mitsegler. Gemeinsam
erreichen wir die Antarktis bzw. umrunden wir Kap Hoorn. Jeder einzelne
trägt dazu bei.
Man schrieb bereits das Jahr 1616, als sich die Holländer Jacques LeMaire
und Willem Schouten auf de Eendracht südlich der Magellan Straße
hinauswagten und die LeMaire Straße sowie natürlich Kap Hoorn
entdeckten. Letzteres benannten sie nach ihrem anderen Schiff, der Hoorn,
die an der patagonischen Küste bei Porto Deseado ein Opfer der Flammen
geworden war. Hiermit war endgültig bewiesen, daß Südamerika
nicht zur 'terra australis' gehörte.
Scott bricht am 24.12.1911 auf. Der Motorschlitten bricht schon bald zusammen
und die Tiere, Ponies und Hunde muß er zurücklassen. Unter ungeheuren
Strapazen kämpfen sich Scott, Evans, Bowers, Oates und Wilson den Beardmore-Gletscher
hoch zum Plateau. Wie unvorstellbar deprimierend muß es gewesen sein,
als die fünf am 17.1.1912 Amundsens Zelt am Südpol sehen. Wir
wissen, daß sie den Heimweg nicht mehr geschafft haben. ...
Dieses mit Romantik, Heldentum und Entdeckergeist beladene Gebiet übt
auch heute noch eine unausweichliche Anziehungskraft auf uns aus. Hier haben
Menschen wie van Schouten und Magellan oder James Cook Geschichte geschrieben,
Helden wie Shackleton oder Scott haben hier für Ruhm und Ehre ihr Leben
gelassen.
Gerade darum ist es spannend, daß man auf den Spuren vergangener Zeiten
sein eigenes Durchhaltevermögen prüfen kann und jeder Mitsegler
am Erfolg der Segelreise einen erheblichen Anteil hat.
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AKTIVITÄTEN
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Logbuch vom 10.12, 05h00m: Ohne die anderen Langschläfer zu stören,
machen sich 3 Mitglieder der Besatzung auf, um Biber in der Morgendämmerung
zu beobachten. Es fängt gerade erst an zu dämmern. Aber wer die
Biber bei der Arbeit sehen will muß früh aufstehen. Während
die Frühaufsteher das frischgebackene Brot verzehren, fülle ich
die Thermoskanne mit heißem Kaffee. Den kann man gebrauchen, wenn
man stundenlang auf der Ausschau steht. Verschlafen guckt jemand um die
Ecke, zweifelt und entscheidet sich dann doch, um mitzugehen. Ich stehe
draußen und gebe einige Ratschläge bzgl. der Route, denn hier
in Südpatagonien gibt es noch keine Wanderwege, ganz zu schweigen von
Hinweisschildern. Nach einigen hundert Metern drehe ich mich um und betrachte
in Ruhe unser Boot. Ein sicherer Ankerplatz. Es ist blattstill, der Mond
wirft seinen Schimmer auf das spiegelglatte Wasser des Beagle-Kanals. DieGesiccter
der Zurückgebliebenen passieren vor meinen Augen Revue. Ich kann ein
Lächeln nicht unterdrücken, als ich an den vergangenen Abend zurückdenke.
Ja, sie haben ihre Nachtruhe wahrlich verdient.
Alle Aktivitäten können mit oder ohne unsere Begleitung stattfinden.
Jedoch sollten sich immer mindestens zwei Leute zusammenschließen,
da es ja nirgendwo Wegweiser zu finden gibt.
* Hochseesegeln
* Meilenbestätigung, Navigation & Wetterkunde
* Besuch der Gedenkstätte und Küstenwache Kap Hoorn
* Zertifikat der chilenischen Marine: Umseglung Kap Hoorns
* Besuch wissenschaftlicher Stationen in der Antarktis
* Schlauchboot-Ausflüge
* Wandern und Zelten
* Bergsteigen und Gletscherausflüge
* Eistauchen
* Beobachten seltener Tier- und Vogelarten aus nächster Nähe
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DIE BORDATMOSPHÄRE
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Logbuch 03h15m : Saskia tippt leicht ans Barometer und bemerkt, daß
der Luftdruck fällt. Nachdem sie den neuen Stand sowie Log und Kurs
im Logbuch notiert hat, mißt sie die Seewassertemperatur. Eine Messung
von 2 Grad C oder weniger bedeutet Eisberggefahr. Saskia setzt Wasser auf,
um die von der Kälte leicht erstarrte Wachmannschaft mit einer heißen
Tasse Kaffee in die Kojen schicken zu können. Sie steckt kurz den Kopf
durch die Luke, um mit Klaus zu plaudern. Obwohl das Boot gut sich selbst
überlassen werden kann ist er nur schwer unter Deck zu bekommen. Ohne
Unterlaß erzählt er von seinen Beobachtungen. Der Mond ist zwar
noch nicht am Horizont erschienen, jedoch erhellen bereits Milliarden Sterne
die See und ihren ungestümen Begleiter. Als ob es eine elegante Handschrift
besäße, schreibt das Boot phosphorisierende Spuren ins Wasser.
Klaus beschreibt, wie nur eine dreiviertel Stunde vorher ein Heer von Delphinen
das Schiff eine Zeitlang zum Mittelpunkt ihrer Spielabenteuer auserkoren
hatte.
Vorrangiges Ziel ist natürlich das Erleben und Genießen der Natur,
Auseinandersetzen mit ihr, aber auch das Bewältigen der Natur um uns
herum. Wir glauben, daß die Gäste intensiver und bewußter
alles miterleben, wenn sie aktiv mitsegeln. Seglerische Vorkenntnisse sind
nicht nötig. Grundkenntnisse werden an Bord erklärt. Für
jeden, der gerne mehr erfahren möchte, steht das Skipperpaar gerne
zur Verfügung. Die taktischen und wetterbedingten Entscheidungen werden
mit der gesamten Mannschaft besprochen. Sie hat natürlich Mitspracherecht.
Auf der anderen Seite ist das Skipperpaar für Boot und Besatzung verantwortlich
und nimmt somit die endgültige Entscheidung wahr.
Sobald wir in Landnähe sind, werden halb- bis ganztägige Exkursionen
geplant. Während der Segeltage sind alle Crewmitglieder an den ca.
2-stündigen Ruderwachen beteiligt. Die Arbeiten an Bord werden aufgeteilt,
je nach dem, wer was kann oder am liebsten macht. Derjenige, der sich mit
der Kartenarbeit vertraut gemacht hat, wird während seiner Wache die
Position und evtl. den gewünschten Kurs einzeichnen. Aber auch wenn
die Arbeiten etwas kalt und evtl. naß zu werden drohen, packt jeder
mit an. Beim Großsegelreffen sollten dem Skipper immer ein oder zwei
Mann zur Hand gehen. Klar, daß während des Segelns alle Mann
an Deck Sicherheitsleinen benutzen. Für's Ankermanöver werden
jedesmal 3-4 Mann benötigt. Da Seeleoparden liebend gerne aus Jux und
Dollerei Schlauchboote anknabbern, müssen diese nach Gebrauch immer
wieder an Dek gehißt werden. Aber auch auf kulinarischem Gebiet werden
den Mitseglern keine Zwänge auferlegt. Haben Sie schon mal bei 20 Grad
Krängung ein Brot gebacken? Wer sich auf diesem Gebiet gerne auf die
Probe stellen möchte, bekommt genügend Gelegenheit dazu.
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WIR ÜBER UNS
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Wir sind beide 36 Jahre alt. Henk ist Holländer, Bettina ist Deutsche.
Abgesehen davon, daß wir als Team sehr gut aufeinander eingespielt
sind, können wir auch aus einem gemeinsamen Reservoir 20-jähriger
Segel- und Technik-Erfahrung schöpfen. Gedolmetscht werden deutsch,
holländisch, friesisch, englisch, französisch bis zu spanisch
und portugiesisch.
Bettina hat nach ihrem VWL-Studium 4 Jahre als Strategie-Analyst bei einem
multinationalen Unternehmen in Holland gearbeitet. Henk war nach seiner
Ausbildung 6 Jahre als selbständiger Werbefotograf in Amsterdam tätig.
Während einer zwei-jährigen Segelreise haben wir uns dazu entschlossen,
das Bootsleben zu unserer Lebensgrundlage zu machen. Wir haben uns vor allem
vom Reiz der extremen Breiten Südamerikas einfangen lassen. Die außergewöhnliche
Isolation und Unberührtheit dieses Gebietes hat es uns angetan.
Folgende Länder kennen wir durch frühere Segelreisen gut: England,
Portugal, Marokko, Madeira, Kanarische Inseln, Kap Verdische Inseln, Azoren,
Senegal, Gambia, Guinee Bissau, St. Helena, Südafrika, Brasilien, Uruguay,
Argentinien, Chile, Antarktis.
Sarah W. Vorwerk war Bettina's Ur-Urgroßmutter. Diese hatte ihren
Mann, der als Reeder einen Guanodünger-Handel mit Chile betrieb, bereits
um 1850 auf mehreren Segelreisen um Kap Hoorn begleitet.
Buchungsinformationen:

The Americas
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